Den Anforderungen angepasst
IEF-Werner bietet mit seiner umfangreichen Lineartechnik modulare und flexible Lösungen, die je nach Bedarf manuelle oder motorisierte Aufgaben übernehmen. Um den steigenden Anforderungen moderner Automation gerecht zu werden, entwickelt IEF-Werner diese kontinuierlich gezielt weiter. Beispiele aus der Praxis verdeutlichen den Nutzen von Lineareinheiten und Positioniersystemen in ganz unterschiedlichen Anwendungen.
„Unsere manuellen und motorisch angetriebenen Linearsysteme sind präzise, dynamisch und flexibel”, sagt Thomas Hettich, Produktbereichsleiter für Linearachsen und motorische Drehtische bei IEF-Werner. „Bei unseren Kunden finden sie vielfältigen Einsatz: im Maschinenbau, in der Mess- und Prüftechnik, in der Optik oder der Laser- und Medizintechnik.” Mit seinem Programm deckt der Automatisierungsspezialist sowohl Lösungen für einfache Justierungen als auch komplexe Mehrachssysteme ab.
Manuelle Linearantriebe
„Unsere domiLINE-Baureihe ist das Herzstück der manuellen Versteller”, beschreibt Fabian Wald. Bei IEF-Werner ist er Produktmanager für manuelle Verstelleinheiten. „Mit vier Baugrößen von domiLINE 30 bis domiLINE 120 können wir standardmäßig Hübe von 5 bis 100 Millimetern und Steigungen von 0,5 bis 6 Millimetern abdecken. Auf Kundenwunsch sind auch deutlich größere Hübe möglich." Ist eine besonders robuste Bauweise gefordert, sind die Versteller in eloxiertem Aluminium verfügbar. Erhältlich ist zudem eine Version mit rostfreier Edelstahlführung.
Die hohe Einstellgenauigkeit von ±0,05 Millimetern erlaubt ein präzises Positionieren und Justieren von Werkstücken, Sensoren, Kameraobjektiven, Düsen oder Werkzeugen. Das Zubehörprogramm umfasst Befestigungssätze, Montageplatten, Verbindungselemente für XY- und XZ-Kombinationen, Klemmungen, Handräder sowie verschiedene Positionsanzeigen. Fabian Wald: „Damit können wir für unsere Kunden modulare Systeme realisieren, die einfache lineare Verstellungen sowie komplexe Achskombinationen und Mehrachsanwendungen unterstützen.”
Motorische Linearantriebe
IEF-Werner verfügt über ein umfassendes Programm an motorischen Linearantrieben, das sich vom Zahnriemenantrieb bis zu hochpräzisen Linearmotorachsen erstreckt. „Unsere Zahnriemenachsen decken Hübe bis zu 6.500 Millimetern und einer Belastung von bis zu 150 Kilogramm auf dem Schlitten ab”, beschreibt Thomas Hettich.
Die profiLINE-Serie umfasst Spindelachsen mit Vorschubkräften bis 5.000 Newton. Sie sind optimiert für Anwendungen, die präzise und belastbar sein müssen. Die euroLINE-Baureihe steht für dynamische Linearmotorantriebe mit einer Wiederholgenauigkeit von bis zu ±5 Mikrometern bei Geschwindigkeiten bis zu 5 Metern pro Sekunde. Bei dieser Vielfalt kann zwischen benötigter Dynamik, Genauigkeit, dem Verfahrweg und zu verfahrender Last die ideale Achse gewählt werden.
Weiterentwicklungen und Innovationen
In den vergangenen Jahren hat IEF-Werner seine Lineartechnik kontinuierlich weiterentwickelt. So hat der Automatisierungsspezialist bei den Spindelantrieben profiLINE 140 und 200 Spindelabstützungen eingeführt. Das ermöglicht beispielsweise höhere Drehzahlen und damit Verfahrgeschwindigkeiten von bis zu einem Meter in der Sekunde bei einem Hub von 1.600 Millimetern. Dies entspricht einer Verkürzung der Taktzeit um bis zu 40 Prozent.
Metallbandabdeckungen sorgen bei ausgewählten Lineareinheiten für reduzierten Partikelausstoß. Sie sind bis zur Reinraumklasse ISO 1 zertifiziert. Damit ausgestattet, eignen sich Linearführungen für den Einsatz etwa in der Medizintechnik und der Pharmaindustrie. Die Achsen lassen sich zu modular aufgebauten Positioniersystemen kombinieren und sind unter anderem auch im Reinraumpalettierer varioSTACK CF (Clean Factory) verbaut. Zudem wurden Varianten für den explosionsgefährdeten Bereich (Zone 2) mit antistatischen Zahnriemen, ESD-Ausführung bei Energieketten und speziellen Elastomerkupplungen konzipiert.
Ein weiterer Innovationsschwerpunkt liegt auf der sogenannten 7. Achse: Die lineare Zusatzachse ermöglicht Robotern eine erweiterte Reichweite und so eine höhere Effizienz bei Montage- und Handhabungsaufgaben. „Da sich die Ansteuerungselektronik für unsere Achsen zum Teil im Schaltschrank des Roboters installieren lässt, ist unsere Lösung sehr kompakt. Multiachsapplikationen mit weiteren Hilfsachsen sind ebenfalls möglich”, sagt Thomas Hettich. Ein einziges Kabel zwischen Ansteuerungselektronik und Lineareinheit genügt.
Praktische Anwendungen
Lineareinheiten und Positioniersysteme kommen in den unterschiedlichsten Anwendungen zum Einsatz. So etwa, in Verbindung mit Mehrfachgreifsystemen, bei 3-Achs-Positioniersystemen als Entnahmehandling mit Zykluszeiten von 260 Teilen pro Minute oder mehreren Spindelachsen der profiLINE-Baureihe mit einem Hub von bis zu 2.310 Millimetern innerhalb eines Inspektionssystems.
Speziell für Kundenanforderungen entwickelte Anlagen mit Linearmotorantrieben erlauben anspruchsvolle Prüfprozesse mit hoher Effizienz und Präzision. Hublängen von über elf Metern und Geschwindigkeiten bis zu 2,1 Metern pro Sekunde sind dabei realisierbar.